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True-Blood.org - Exclusive



RingCon 2011 - Teil 2

Sonntag - Mission Impossible??


Doch jede Party muss auch mal ein Ende haben. Das die am Vortag definitiv zu spät geendet hat, wird allen bewusst, als man sich nach zwei Stunden Schlaf mit zerknautschtem Gesicht am Frühstückstisch gegenüber sitzt. Die Mundwinkel hängen nicht mehr ganz so hoch, wie noch vor ein paar Stunden aber man beschließt dennoch, möglichst früh zurück zum Hotel zu fahren um auch ja nichts zu verpassen.

Leider hatte wohl der ein oder andere den Zeitplan durcheinander gebracht, denn als man in der Lobby in das Programmheft schaut, wird einem schmerzhaft bewusst, dass das True Blood Dreierpanel mit Nelson, Allan und Sam erst Stunden später stattfindet. Zerknirscht werden die letzten Aspirinvorräte verteilt, sich in die Chill Out Lounge gesetzt und das ein oder andere Nickerchen gemacht, bevor es dann endlich für das Team weitergeht.



Das Dreierpanel stellt sich als merkwürdige, aber durchaus unterhaltsame Mischung aus Nelsan Ellis‘ trockenem Humor, und dem der anderen beiden heraus und man hat noch die letzte Chance, ein paar Fragen loszuwerden, die einem noch auf der Seele brennen.


Nichtsdestotrotz sind sich alle einig, die Härte einer Convention brutal unterschätzt zu haben und jemand macht den Vorschlag, nächstes Jahr doch bitte ein besseres Zeitmanagement an den Tag zu legen. Doch selbst das schafft man noch mit einem Lächeln auf dem Lippen.

Und plötzlich geht alles unglaublich schnell. Eben noch sitzt man gemeinsam im letzten Panel, schwelgt noch in Erinnerungen an die letzten Stunden und Tage und schon sitzt man in der Abschlusszeremonie, schaut sich an, was in dem Schwertkampfworkshop auf die Beine gestellt wurde und bewundert die Preisverleihung der besten Tattoos. An Mark Ferguson scheint der Stress der letzten Tage allerdings spurlos vorrübergegangen zu sein , da er wie gewohnt charmant und witzig durch den Abend führt und langsam machen sich die ersten Wehmutstropfen breit, dass das alles fast schon wieder vorbei ist. Auch Lori Dungey und die anderen machen es einen nicht gerade einfach, denn plötzlich hat man das Gefühl, dass man eigentlich nie wieder nach Hause will und sich am liebsten an die Türen des Maritimhotels festketten möchte.

Doch dann wird der allgemeine Kater nochmals herausgefordert, als Sara Canning, David Anders, Allan Hyde und Sala Baker zusammen eine Performance aufführen, bei der das Publikum mitmachen soll. Eigentlich ganz simpel, es geht lediglich um rhythmisches Klatschen und trotzallem fällt es dem Team zunehmend schwerer, die vorgemachten Bewegungen fehlerfrei nachzumachen, was mit Sicherheit an der durch den Vorabend fehlenden Koordination liegt. Trotzallem sorgt dieses teilweise ziellose Hin und Hergefuchtel noch einmal für einen herzhaften Lachanfall, von dem sich alle nur schwer erholen.


Die Taschen sind gepackt und man versammelt sich etwas traurig vor dem großen Saal, bereit, den Heimweg anzutreten. Doch da war noch was.
Hektisch fuchtelt Anju mit den Armen, brabbelt etwas davon, dass das Paket noch nicht an der Rezeption liegt und das Allan Hyde ganz schnell gefunden werden muss. Ehe man sich versieht steht man aufgeteilt an allen Punkten des Hotels, blickt suchend durch die Gegend und kommt sich vor, wie ein Spion in einem Mission Impossible Streifen.

Nach einer gefühlten Stunde erwischt man jemanden vom Twilight Cast, der verspricht, Allan aus seinem Zimmer zu holen. Erwartungsvoll versammelt sich das True Blood.org Team vor dem Aufzug und Erleichterung macht sich breit, als man endlich in das doch relativ müde wirkende Gesicht von Allan Hyde blickt.
Dass man sich das hätte sparen können, konnte keiner ahnen, denn Allan Hyde beteuert, dass er das Paket bereits abgegeben hat und führt die verwirrten Mädels zur Rezeption. Und tatsächlich- dort liegt es, in einem Regal, übersehen und alleine gelassen. Doch letzten Endes nimmt er alle noch einmal in dem Arm, wünscht jeden einzelnen einen guten Heimweg und man realisiert- das war jedes Rumgehetze dieser Welt wert. Mit den Gute-Heimweg-Wünschen lässt sich letzten Endes jeder Kilometer Fahrt besser bewältigen.



FAZIT:

Eigentlich kann man nur festhalten, dass jeder einzelne nach der Ring Con vollkommen mit dem Convention Virus infiziert wurde.

Niemand hätte wohl gedacht, dass man den Stars so nahe kommen kann, geschweige denn, Sirtaki mit ihnen tanzt. Die ganze Atmosphäre hat wohl so ziemlich jeden mitgerissen, man hat so viel gelacht, dass man Muskelkater bekam und man hatte die Möglichkeit, sich mit jeden einzelnen der Gäste zu unterhalten. Und das schönste daran war, dass man nicht nur davon überzeugt wurde, dass jeder einzelne von ihnen unglaublich bodenständig ist, sondern dass einen auch viele Stargäste überrascht haben, die man sonst gar nicht wirklich kennt.

Noch heute kommt es einem irreal vor, wenn man bedenkt, dass man tatsächlich zusammen geraucht, gefeiert und getrunken hat.

Letzten Endes wurden alle Erwartungen haushoch übertroffen und man kann wohl getrost davon sprechen, dass man noch monatelang Freude an der gemeinsamen Zeit in Bonn hat und schon fieberhaft die Tage bis zum nächsten Oktober zählt.

Bleibt wohl nur noch zu sagen: See you soon at RingCon 2012!